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Baufinanzierungen werden teurer – Tilgung und Zinsbindung sinken

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Der „Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung“ zeigt für das zweite Tertial 2026 eine zunehmende Belastung für Immobilienkäufer. Während die durchschnittliche monatliche Kreditrate seit Anfang 2025 kontinuierlich steigt, werden die Zinsbindungen kürzer und die anfänglichen Tilgungssätze niedriger. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung im August 2026.

Die durchschnittliche Darlehenssumme lag im zweiten Tertial 2026 bei 276.635 Euro. Den höchsten Monatswert innerhalb dieses Zeitraums verzeichnete der Mai mit 277.933 Euro. Im Vergleich zu vor zehn Jahren ist damit ein deutlicher Anstieg zu erkennen: Im zweiten Tertial 2016 lag die durchschnittliche Kreditsumme noch bei 174.155 Euro und damit rund 100.000 Euro niedriger.

Parallel dazu steigt die monatliche Belastung der Darlehensnehmenden. Im Durchschnitt mussten Kreditnehmer im zweiten Tertial 2026 eine monatliche Rate von 1.087 Euro aufbringen. Besonders hoch fiel die Belastung im August aus. Mit durchschnittlich 1.117 Euro erreichte die Rate den höchsten Stand seit Mai 2023, als sie bei 1.140 Euro gelegen hatte.

Gleichzeitig verkürzt sich die Zeitspanne, für die Baufinanzierende ihren Zinssatz festschreiben. Im zweiten Tertial 2026 lag die durchschnittliche Zinsbindung bei zehn Jahren und knapp fünf Monaten. Gegenüber dem vorherigen Tertial ging sie damit erneut um einen Monat zurück.

Auch beim anfänglichen Tilgungssatz zeigt sich ein rückläufiger Trend. Im zweiten Tertial 2026 sank dieser auf durchschnittlich 1,91 Prozent. Im August wurde mit lediglich 1,84 Prozent ein neuer Tiefststand erreicht.

Zum Vergleich: Im August 2016 lag der anfängliche Tilgungssatz noch bei 2,99 Prozent. Damals waren höhere Tilgungsraten für viele Kreditnehmer leichter zu stemmen, da sowohl die Immobilienfinanzierungen als auch das Zinsniveau deutlich niedriger lagen. Dadurch konnten Käufer einen größeren Anteil ihres Darlehens zurückzahlen, ohne dass die monatliche Rate ein vergleichbar hohes Niveau erreichte.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen damit, dass Baufinanzierungen für viele Haushalte zunehmend anspruchsvoller werden. Steigende Darlehenssummen und höhere Monatsraten führen dazu, dass Kreditnehmer bei Tilgung und Zinsbindung häufiger Kompromisse eingehen.

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