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Interhyp-Wohntraumstudie: Hohe Immobilienpreise verlangen Kompromisse

Die seit Jahren steigenden Immobilienpreise machen es den Menschen in Deutschland immer schwerer, ihre Wohnträume umzusetzen. Nur 13 Prozent wollen ihre Wohnträume in den teuren Großstädten realisieren. 42 Prozent derjenigen, die von der Stadt aufs Land ziehen, geben „günstigeres Wohnen“ als Grund an. Das zeigt die „Wohntraumstudie 2022“ des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp, der 2.180 Menschen befragt und diesmal das Phänomen „Stadtflucht“ näher beleuchtet hat.

„Hohe Kosten für das Wohnen sind der Hauptgrund für die Stadtflucht“, sagt Mirjam Mohr, Vorstand von Interhyp. „Aber: Das Leben auf dem Land braucht einen langen Atem und ist nicht so romantisch und einfach wie anfangs gedacht. Stadtflüchtende sind vor allem zu Beginn nicht so glücklich, werden aber mit der Zeit zufriedener“. Viele Stadtflüchtende vermissen Freunde, Kultur und Konsum. Auch die fehlende Infrastruktur bereite Probleme und bedeute Planungsaufwand. Die Studie zeigt außerdem eine etwas nachlassende Lust an den eigenen vier Wänden: Weniger Menschen als im Vorjahr wollen einmal in den eigenen vier Wänden leben (68 Prozent versus 72 Prozent), doch die Hälfte von ihnen (34 Prozent) trauen sich den Kauf finanziell nicht zu. Aus den Zahlen gehe zudem hervor, dass das Einfamilienhaus der Favorit bei den Wohnträumen bleibt und Energiesparen immer wichtiger wird.

Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause sei zwar noch immer hoch – nehme jedoch leicht ab. Aktuell geben weniger Menschen an, einmal in den eigenen vier Wänden leben zu wollen (68 Prozent versus 72 Prozent im Vorjahr). 34 Prozent der Mieter würden gern in ihrer eigenen Immobilie leben, glauben aber, nicht über die finanziellen Möglichkeiten zu verfügen. Das Interesse an ländlichen Wohnlagen ist zwar von 2019 bis 2021 gestiegen und seitdem konstant hoch geblieben. 57 Prozent der Befragten möchten aktuell am liebsten dörflich oder im Umland leben, 30 Prozent lieber in einer Klein- oder Mittelstadt wohnen, nur 13 Prozent in einer Großstadt. Jedoch sei das Land eher Mittel zum Zweck. Denn: Die meisten befragten Stadtflüchtenden zogen aufs Land, um dort von günstigeren Wohnkosten zu profitieren. Konkret hat für 42 Prozent „günstigeres Wohnen“ eine Rolle für den Umzug gespielt. Für 30 Prozent war die mögliche Vergrößerung des Wohnraums ausschlaggebend, da man sich auf dem Land deutlich mehr Wohnraum zum gleichen Preis leisten könne.

Das größte Problem nach dem Umzug aufs Land bleibt laut Wohntraumstudie die Infrastruktur. 45 Prozent schildern Schwierigkeiten mit der Anbindung an den öffentlichen Verkehr und dass sie auf das Auto angewiesen sind. Fast jeder Dritte (27 Prozent) muss feststellen, dass eine viel anstrengendere Planung für Autofahrten und Erreichbarkeit notwendig ist. Für jeden Fünften (20 Prozent) hält die digitale Anbindung nicht mit den Städten mit. Unabhängig vom Wohnort haben die Befragten eine klare Vorstellung von der Wohnform und Größe. Das Einfamilienhaus gilt für 64 Prozent nach wie vor als beliebteste Hausform – unabhängig von politischen und umweltpolitischen Debatten. Es folgen auf den zweiten und dritten Plätzen der Beliebtheit das Landhaus, ein Bauernhaus oder ein Hof für 24 Prozent sowie der Bungalow für 21 Prozent. (DFPA/mb1)

Die Interhyp AG mit Sitz in München ist ein Kreditvermittler für Immobilienfinanzierungen. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der niederländischen ING Direct.

www.interhyp.de

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